Auf einen Blick
Passkeys in Microsoft 365: Anmelden ohne Passwort
Passwortlose Authentifizierung ist ein bedeutender Fortschritt in der IT-Sicherheit – und Microsoft Entra ID spielt dabei eine zentrale Rolle. Statt Passwörtern kommen Passkeys zum Einsatz: sicherer gegen Phishing und gleichzeitig bequemer für Anwender.
Wir erklären, wie Passkeys funktionieren, welche Geräte geeignet sind und wie Sie die Einführung angehen.
Das Wichtigste in Kürze
- Standard: Passkeys basieren auf FIDO2
- Sicherheit: Phishing-resistent, kein Passwort wird übertragen
- Geräte: Authenticator-App, Windows Hello, Sicherheitsschlüssel
- Verwaltung: Zentral über Microsoft Entra ID
- Entlastung: Weniger Passwort-Resets für die IT
Die Vorteile
Warum sich Passkeys lohnen
Vier Gründe, die passwortlose Anmeldung jetzt einzuführen:
Erhöhte Sicherheit
Passkeys sind widerstandsfähig gegen Phishing, weil keine geheimen Informationen wie Passwörter übertragen oder eingegeben werden.
Ihr Nutzen: gestohlene Zugangsdaten verlieren ihren Wert.
Benutzerfreundlichkeit
Anmelden per Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder PIN – ohne komplexe Passwörter merken oder regelmäßig ändern zu müssen.
Ihr Nutzen: schnellere Anmeldung, höhere Akzeptanz.
Weniger Verwaltungsaufwand
IT-Abteilungen müssen deutlich weniger Zeit für das Verwalten und Zurücksetzen von Passwörtern aufwenden.
Ihr Nutzen: weniger Support-Tickets.
Flexible Geräte
Smartphone mit Microsoft Authenticator, Windows-PC mit TPM-Chip oder USB-Sicherheitsschlüssel wie ein YubiKey.
Ihr Nutzen: die passende Methode für jede Rolle.
Im Detail
So funktionieren Passkeys
Was sind Passkeys?
Passkeys basieren auf dem FIDO2-Standard und ermöglichen eine Anmeldung ohne Passwort. Bei der Registrierung entsteht ein Schlüsselpaar: Der private Schlüssel bleibt sicher in der Hardware des Geräts, der öffentliche Schlüssel wird in Microsoft Entra ID hinterlegt.
Wie läuft die Anmeldung ab?
Der Anwender entsperrt den Passkey lokal per Biometrie (Fingerabdruck, Gesichtserkennung) oder PIN. Das Gerät bestätigt die Anmeldung kryptografisch – ohne dass ein Geheimnis das Gerät verlässt. Da Besitz (Gerät) und Wissen oder Biometrie kombiniert werden, ist das bereits eine vollwertige Multifaktor-Authentifizierung.
Welche Geräte eignen sich?
- Smartphone: Android- oder iOS-Gerät mit Microsoft Authenticator
- Windows-PC: Windows Hello for Business mit TPM-Chip
- Sicherheitsschlüssel: FIDO2-USB- oder NFC-Schlüssel, etwa ein YubiKey
Voraussetzungen
Passkeys werden in Microsoft Entra ID über die Richtlinie für Authentifizierungsmethoden aktiviert. Mit bedingtem Zugriff lässt sich anschließend steuern, für welche Benutzer oder Anwendungen eine phishing-resistente Anmeldung Pflicht ist.
Fazit
Passkeys verbinden höhere Sicherheit mit mehr Komfort. Wer Microsoft 365 nutzt, hat die Grundlage bereits im Haus – entscheidend ist eine geplante, schrittweise Einführung.
Sie möchten Passkeys in Ihrem Unternehmen einführen? Sprechen Sie uns an.
Unsere Empfehlung
In vier Schritten zur passwortlosen Anmeldung
Pilotgruppe wählen
Mit IT und einer kleinen Anwendergruppe starten und Erfahrungen sammeln.
Richtlinie aktivieren
Passkeys (FIDO2) in Microsoft Entra ID für die Pilotgruppe freischalten.
Anwender registrieren
Geräte gemeinsam einrichten und kurz schulen – das schafft Akzeptanz.
Schrittweise ausrollen
Mit bedingtem Zugriff phishing-resistente Anmeldung zum Standard machen.
Quelle: Microsoft Learn – Passkeys (FIDO2) in Microsoft Entra ID aktivieren. Stand: September 2026.




